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Synopsis

Woran denkt der Mensch, der aus dem Flugzeug stürzt? Wie lange kann ihn die lähmende Todesangst binden? Wie lange dauert es bis er, trotz des Offensichtlichen anfängt sich in seiner Umgebung einzurichten?

Die Figuren in dieser Geschichte fangen ziemlich früh an, sich in ihrer Umgebung zu orientieren. Sobald der erste Schreck verflogen ist, entdecken sie wieder ihre Gefühle und ihre Komplexe. Die konservative Mutter sorgt sich um die Erziehung ihres Kindes; das verklemmte Mädchen schreit weil ihr das Kleid wegfliegt und nicht etwa weil sie vom Himmel stürzt; der Teenager ist genervt von dem Geschrei eines Kindes. Und andere Menschen versuchen, sich die lange Wartezeit zu vertreiben – sie spielen Karten oder machen andere interessante Sachen.

Die Krönung dieses absurden Spiels bietet scheinbar der Dieb... aber in Wirklichkeit ist es der dicke Geschäftsmann, der die Handlung ad absurdum führt – er hängt so sehr an seinem Hab und Gut, dass sein Herz versagt und stillsteht, als der Wind dem tollpatschigen Dieb seine Aktentasche aus den Händen reißt.

Und erst der Anblick eines Toten weckt in der Gruppe transzendente Gefühle. Die Menschen sehen ihn und denken an ihr baldiges Ende. Sie kehren in sich ein und erkennen das Nichtige und das Ewige.

Ein Fall aus dem Flugzeug ist kurz genug um absurdes Handeln vom sinnerfülltem abzusetzen und doch gerade lang genug um als Zitat auf das Leben verstanden zu werden.

 
 
 
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Über den Autor

Fedor Belenky ist ein gebürtiger Sankt Petersburger, lebt und arbeitet in Deutschland.

Aktuell studiert er Media Art & Design an der Hochschule der bildenden Künste Saar.

Seine freien Arbeiten beschäftigen sich mit existenziellen Fragen des Lebens.

 
 
 
 

Film Stills

© 2010 Fedor Belenky

 
 
 
 

Produktion

© 2010 Fedor Belenky

 
 
 
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Die Leute vom Flug 103

(komplettes Video)

 
 
Am 21. Dezeber 1988 zerschellte im Himmel über Lockerbie ein Passagierflugzeug. Alle 259 Insassen wurden hinausgeschleudert und fielen über zwei Minuten lang zu Boden; einige - bei vollem Bewusstsein. Auch wenn Feo zu jung war um sich an die zeitgenössische Berichterstattung erinnern zu können, trat dieses Unglück dennoch irgendwann in sein Bewusstsein – um zu bleiben. Er träumte, er selber wäre in einem endlosen Sturz in den sicheren Tod gefangen. Dieser Zeichentrickfilm ist eine Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen.